und alles war ihr schlaf

wir bewegen uns, tag um tag, am rande eines wahnsinns.
wir sehen in abgründe, umschiffen sie und gelangen an neue.
wir bangen vor dem tod und hoffen auf ihn. wir lieben und verachten, dann feiern wir, singen, tanzen, und trauern. wir weinen, wir leben wegen eines wahnsinns, durch und trotz des wahnsinns? und am ende: finden wir dann etwas?

platon fragt nach dem sinn des sterbens und findet hoffnung.
thomas mann gondelt seinen protagonisten in den klagevollen siechtod.
rilke träumt von einem dasein im tod, von unsterblichkeit.
was sagt ein vampir zu rilkes unsterblichkeit? den tod ersehnen, wo er einen doch ohnehin ereilt?

ach die theters und die graue jahreszeit, und die welt, die uns grad so wenig anbieten mag. wir wollen einen weiteren nichtsbedeutenden beitrag kreieren, wir wahren die wehmut und waren das sein. denn tot sind wir am ende alle, weil wir leben, suchen, hoffen.