fatzernation

“Daß er ichsüchtig ist, das ist / Gut! Er hat ein großes Ich, das reicht / Für uns vier aus und für uns vier / Ist er ichsüchtig! Der / Kann uns helfen!”

Vier Soldaten desertieren, angeführt von Johann Fatzer, im Ersten Weltkrieg, verstecken sie sich im Haus eines von ihnen und scheitern letztlich am Egoismus eines Anderen. Das theter ensemble entführt Brechts Deserteure in den City Club und lässt Egoismus und Gemeinschaftssinn kollidieren. Fatzer und Koch, die Hauptakteure des Konflikts, sind wandelbar, finden im Laufe des Abends immer neue Doppelgänger und immer neue und doch gleiche Ideen, (Literatur-)Geschichte wird zur Wiederholung mit Differenz.

Die Inszenierung selbst ist dabei Experiment: wie viel Egoismus braucht ein gemeinschaftliches Projekt, braucht das gemeinschaftliche Projekt? Wie viel Egoismus verträgt das gemeinschaftliche Projekt? Gibt es einen einer Gemeinschaft zuträglichen Egoismus? Wie kann ein der Gemeinschaft nicht zuträglicher Egoismus eingedämmt werden? Was bin ich, bin Mensch, ist Egoismus, sind wir?

Mit: Lieselotte Fischer, Jonas Graber, Larissa Pfau, Sabah Zora
Regie und Konzept: Leif Eric Young
Dramaturgie: Eva Ries
Bühnen- und Kostümbild: Amelie Seeger

Premiere 28 Februar 2018
Weitere Vorstellungen
1 März | 3 März

Eine Produktion des theter ensembles in Kooperation mit dem Brechtfestival. Mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags.

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