Johanna Walleser

Johanna Walleser

Ich will wieder reden lernen, mich ausdrücken, mich konfrontieren, mich durch andere kapieren,
mit allen Vieren gestikulieren, vor Ehrlichkeit erfrieren, dann mir selbst eine schmieren
und zuletzt vollends kapitulieren.

Ich brauche Inspiration, nicht von meinem eigenen Spion, auch nicht von der Zivilisation, sondern vom Leben.

Ich will mich entfalten, ohne Gewalten mich selbst verwalten, meine 1070 Seelen im Stromkreis
verschalten und die konservative Ansicht von „minus sei gleich schlecht und plus gleich gut“ ausschalten.

Ich hab mir selbst meine Grube gegraben, bin zwar umgeben von schönen guten Gaben, finde auch meinen Teil als Knaben, sehe meinen Baum weit oben Früchte tragen, muss jedoch noch viel Dreck von der Schale schaben, bis sich mir die Frucht von Klangfarben zeigt.

Verteufle ich mein tun durch Sinnlosigkeit, so bin ich wohl noch nicht bereit, meine Grube der
Geborgenheit zu verlassen und weit die Arme zu öffnen bis hin zu … What ever.

Kapitel 9.3

Strumpfhosen blühen im Garten.

Die Welt erwartet das Warten, auf Kaffeefahrten und gute Taten.

Lilaäugige Kartoffeltierchen versuchen vergebens den Dunst zu riechen, der aus des Teufelsküche schwallt,
reich geballt knallt er an der Tierlein Öhrchen und prallt an den Panzerlein ab.

Rot geblühmt und groß berühmt, ist mir noch nicht versöhnt. Der Schmuh der heilen reichen Guten,
die mit strengen starken Hupen die rennenden Menschlein vorwärts tuten.

Purpurgrün und schwarz und blau, singend tanzend schwebt der Pfau, versäumt, verträumt den Abend lau,
kräht den Pfiff der wilden Sau!