Franziska Pux

theter ensemble - opernball 2017 - Franziska Pux

Auszug aus den Tagebüchern der Franziska Pux, Band I

In originaler Rechtschreibung und Zeichensetzung, anonymisiert

  1. April 2009

Heut vor der ersten Stunde schon ham wir uns alle auf die Stühle auf den Tischen gesetzt und beschlossen, das auch in Geschichte zu tun. Ich hab eigentlich gedacht, dass die N. uns nicht da oben sitzen lässt, sie hats aber getan! Also haben wir die ganze Geschichtsstunde da oben sitzend verbracht. Hat ganz gut geklappt. Die C. z.B. hat sich natürlich bezüglich des Runterfallens etwas gesorgt und gesagt „Wenn ich da jetzt runterfall, bin ich mit 14 tot!“ Es ist aber keiner runtergefallen.

Es war lustig, das mit dem Overhead projizierte so auf Augenhöhe zu haben, aber das an der Tafel hat man schlecht gesehen. Auch beim Beten war das Kreuz gar nicht so weit oben. Ich hab am Anfang kaum singen können, hab so lachen müssen. Beim Eintrag schreiben wars a bissle blöd, weil wir zu zweit auf der gleichen Unterlage (= Geschichtsbuch Seite 118) geschrieben haben.

In Englisch haben wir Rabbitproof fence fertig geguckt, aber die A. hat den schönen Film durch ihre Zwischen- und Nachbesprechungen a bissle kaputt gemacht. Ich versteh nicht, warum die immer mit Gewalt niemanden in der letzten Reihe sitzen haben will. In Deutsch sind wir wieder oben gesessen. Ich hätte gewettet, dass und die N. sofort runterholt, aber wir durften oben bleiben. Weil man mich vom Lehrerplatz in dieser Position vor lauter A. und H. gar nicht sieht, konnt ich twilight weiterlesen und mit T.s deutschem vergleichen. In der Pause ham wir gerätselt, was „His laughter had an edge“ heißt; es heißt „Sein Lachen hatte einen nervösen Unterton“. […]

War mit B. wieder Inlinern. War wieder sehr schön. Hab heut die bunt geringelten Zehen-Knie-Socken angehabt, dass ich mir nicht wieder die Wade aufrubbel, aber die Zehen nicht in die Zehenlöcher der Socken gesteckt, das find ich unbequem für die Zehen.